Der Schlüssel zum Leben

Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten

Automaten, Androiden und Roboter – sie alle prägen heute das berufliche wie private Umfeld und sind Ausdruck des menschlichen Wunsches, künstliches Leben zu schaffen. Scheinbar zum Greifen nahe Utopien wie Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz sind keine verwirklichten Fantasien unserer Zeit, sondern lassen sich weit zurückverfolgen. Der Schlüssel lag in der Mechanik.

  • Laufzeit 03.06.2022—25.09.2022
Öffnungszeiten

täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen

  • Eintrittspreise regulär 8 €, ermäßigt 6 €, unter 17 frei, Gruppen ab 10 Personen 7 €
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Film

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Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten | Kunsthalle im Lipsiusbau
Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten | Kunsthalle im Lipsiusbau

Figurenautomaten und mechanische Theater

Die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden bewahren einen Schatz mechanischer Objekte vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart wie ihn in dieser Breite kaum ein anderer Museumsverbund aus dem eigenen Bestand zeigen kann. Erstmals werden sie nun in einer gemeinsamen Ausstellung vorgestellt. Im Fokus der Ausstellung stehen Figurenautomaten, automatisierte Werkzeuge und Schreibmaschinen, Trinkspiele und kinetische Kunst, Spielzeug und Musikautomaten. Es wird gezeigt, wie eine neue Technologie – die Mechanik – populär gemacht wurde: Populär an den Höfen (als Herrschaftsinstrument), populär in der Philosophie (die Beherrschung des Lebens und die Beeinflussung von Abläufen), populär in der Produktion (Optimierung von Arbeitsprozessen und Effektivitätssteigerung), populär im Theater, Musik und Film (Illusion und Massenspektakel), populär in der Medizin (Prothesen und Sprechmaschinen bis hin zum künstlichen Herzen).

© Mathematisch-Physikalischer Salon, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Michael Lange
Figurenautomat "Krebs", Augsburg, um 1590 Unterseite, Hans Schlottheim(?), Gehäuse: Kupfer und Messing, rotbraun bemalt; Werk: Vertikal stehendes ovales Vollplatinenwerk aus Eisen und Messing, Federantrieb mit Schnecke und Darmsaite

Ausstellung und Katalog

Ausstellung und Katalog zeigen in fünf Kapiteln den Weg vom höfischen Sammlungsgut, das zunächst nur einem ausgewählten Publikum zugänglich war, hinaus in die Festsäle und auf die Jahrmärkte, und die Verbreitung bis in die Kinderzimmer und Kunstgalerien. Ziel war es immer, Aufsehen zu erregen und zu begeistern.

Ausstellungsimpressionen

I. und dann bewegten sie sich… Figurenautomaten um 1600

Um 1600 waren in der Kunstkammer im Dresdner Residenzschloss mehr mechanische Automaten versammelt als an irgendeinem anderen Ort auf der Welt.

Mehrere Vitrinen in einem Raum
© SKD, Foto: David Pinzer

II. Der künstliche Mensch. Androiden des 18. Jahrhunderts

Ob eine fressende und verdauende Ente, ein mechanischer Musiker, der ein richtiges Instrument spielte, oder ein Maschine, die »Mama« sagte – das 18. Jahrhundert ließ kaum einen Versuch aus, Leben nach zubauen.

Ein künstliches Herz
© SKD, Foto: David Pinzer

III. Die Dramaturgie der Nockenwelle. Mechanisches Theater im 19. Jahrhundert

Mechanische Theater faszinierten auf Jahrmärkten, in Theatern und Wirtshäusern. Das Publikum liebte die perfekte Illusion, die mit Hilfe von wechselnden Lichtstimmungen und der dramatischen Erzählung eines Impresarios unvergesslich blieb.

Detailaufnahme des Theatrum mundi "Das Leiden Christi"
© SKD, Foto: David Pinzer

IV. Münzautomaten und Roboter. Mechanische Automaten im 20. Jahrhundert

Für uns sind Münzautomaten und Roboter wohl die vertrautesten Formen des mechanischen Automaten. Sie helfen uns, von A nach B zu kommen, dabei nicht zu verhungern und unterhalten zu werden.

© David Pinzer Fotografie

V. und sie bewegen sich immer noch… Kinetische Kunst und ihre digitalen Geschwister

Bis heute hält die Verwunderung an, die durch unbekannt erzeugte Bewegungen ausgelöst wird. Viele aktuelle Künstler wie beispielsweise Ion Sur nutzen daher die Möglichkeiten der Mechanik, um ihre Ziele zu erreichen.

zwei Personen betrachten zwei an der Wand hängende Kunstwerke
© SKD, Foto: David Pinzer

Termine

Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung

Der Schlüssel zum Leben. 500 Jahre mechanische Figurenautomaten

Herausgeber: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Peter Plaßmeyer; Igor Jenzen; Hagen Schönrich, 224 Seiten, 213 meist farbige Abb., 28 x 23 cm, Klappenbroschur, Erscheinungsdatum 3.6.2022, ISBN 978-3-95498-682-8, 38,00 €

Faltblatt zur Ausstellung

Der Schlüssel zum Leben

Der Flyer zur Ausstellung zum Download.

Der Schlüssel zum Leben
Information für Journalist*innen

Medienbereich

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Figurenautomat "Krebs"
© SKD, Foto: Michael Lange

Förderer der Ausstellung:

Sparkasse

Animation des Theatrum Mundis entstanden als Teil von:

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